Nussbaum Stiftung spendet 2.000 Euro für ein echtes „Leuchtturmprojekt“

Spatenstich für Erweiterung am „Haus Rogate“

Pfarrerin Katharina Wendler übergab einen Scheck von 2.000 Euro als Spende der Nussbaum Stiftung. Foto: frh
Pfarrerin Katharina Wendler übergab einen Scheck von 2.000 Euro als Spende der Nussbaum Stiftung. Foto: frh

 

Haßmersheim.(frh) „Es ist ein wichtiger Beitrag für Haßmersheim, aber letztlich auch für den gesamten Kreis“, sagte Geschäftsführer Marcus Dietrich am Donnerstag, 31.07.2014 im Rahmen des Spatenstichs für den Erweiterungsbau zur neuen Tagespflegeeinrichtung im „Haus Rogate“ in Haßmersheim. Die evangelische Sozialstation, für die auch Vorsitzender Jörg Huber gekommen war, wird das neue Angebot in dem Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Haßmersheim zukünftig betreiben.

 

Im Beisein zahlreicher Gäste – unter ihnen auch Haßmersheims Bürgermeister Michael Salomo – erörterte Dietrich die bisher verwirklichte Wegstrecke von der Vision bis zum Beginn der Umsetzung. Die Idee, eine Tagespflege für Senioren im Neckar-Odenwald einzurichten, sei schon lange präsent, aber die Findung von geeigneten Konzepten und Räumlichkeiten habe sich schwierig gestaltet. Erst eine fachliche Ausarbeitung der Mitarbeiterin Meike Kraft aus Schefflenz brachte die integrative Nutzung des Hauses Rogate ins Gespräch und damit den grundlegenden Stein ins Rollen.

 

„Leuchtturmprojekt“

 

Ein wesentliches Hindernis solcher „Leuchtturmprojekte“, wie Jörg Huber es wegen der Einmaligkeit in der Art der Ausgestaltung nannte, ist aber nicht selten das Geld. Zu dem Neubau müssten schließlich auch die von der Kirchengemeinde angemieteten Flächen an einigen Stellen erst seniorengerecht umgestaltet werden.

 

Nun rechne man einschließlich Ausstattung und notwendigen Fuhrpark für Hol- und Bringdienste mit rund 440.000 Euro Investitionskosten.

 

Diakonischer Auftrag

 

„Hier ist kaum eine schwarze Null zu erwirtschaften, sondern ein diakonischer Auftrag wahrzunehmen“, so Marcus Dietrich – „Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen“.

 

„Es war ein steiniger Weg, aber er war wichtig und richtig“ zog Kirchenältester Karlheinz Graner aus Sicht der Kirchengemeinde ein vorläufiges Fazit, die nach mitunter kontroversen Diskussionen der Doppelnutzung ihrer Gemeinderäumlichkeiten zugestimmt habe. Besonders lobte Graner auch, wie die ökologische Komponente in Gestalt von Regenwassernutzung und Pellet-Heizung berücksichtigt wurde.

 

Spenden

 

An den Spendenaufruf von Geschäftsführer Dietrich knüpfte der Architekt des Umbaus, Benjamin Niestroj aus Adelsheim, direkt an und sagte eine Spende von 1.000 Euro zu.

 

Einen Scheck über weitere 2.000 Euro überbrachte die evangelische Pfarrerin Katharina Wendler aus St. Leon-Rot im Auftrag der Nussbaum Stiftung. „Ich freue mich sehr, dass wir hier eine wirklich gute Sache unterstützen können und habe den Weg aus St. Leon-Rot dafür gerne auf mich genommen“, so Wendler.

 

Spatenstich

 

Mit dem obligatorischen Spatenstich wurde schließlich der symbolische Startschuss für die Bauarbeiten gegeben. „Eigentlich legen wir den Spatenstich nach“ so Jörg Huber schmunzelnd - „Die Firma Lintz & Hinninger ist bereits mächtig in Vorleistung getreten, weil bis Dezember alles fertig sein soll.“