NUSSBAUM Award als Wegweiser ins digitale Zeitalter

Verjüngen und Modernisieren sichert die Zukunft für Vereine und Ehrenamt.
Der Jugend-Award zeichnet vorbildliches Engagement aus.

Die Bewerbungsfrist ist am 15. Mai 2024 abgelaufen.

NUSSBAUM Award

Der NUSSBAUM Award zeichnet Vereine und Organisationen in Baden-Württemberg aus, die in besonderem Maße auf die Sicherung der Zukunft des Ehrenamts ausgerichtet sind. Dazu zählen vor allem die Nachwuchsgewinnung, die Bestandssicherung der engagierten Mitglieder, die Vernetzung mit Partnern, die Digitalisierung und die nachhaltige Sicherung des Vereinslebens. Die Nussbaum Stiftung will mit dem Award einen landesweiten Impuls setzen, um das Ehrenamt in seinem Bestand zu sichern, es zu verjüngen und attraktiv zu machen.


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Der NUSSBAUM Award wird alle zwei Jahre auf dem Forum für Gesellschaftlichen Zusammenhalt vergeben, erstmals am 12.10.2024 in der Liederhalle in Stuttgart. Er ist mit 5.000 € dotiert. 

Bewerbungen bis 15. Mai 2024.  

NUSSBAUM Jugend-Award

Der Jugend-Award richtet sich an ehrenamtlich engagierte junge Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren in Baden-Württemberg. Er zeichnet Jugendgruppen aufgrund ihres Vorbildcharakters aus, die in Vereinen oder auf eigene Initiative regional ein solidarisches Miteinander pflegen, eine lebenswerte Zukunft gestalten und so zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und deren Zusammenhalt beitragen.


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Der Jugend-Award wird alle zwei Jahre auf dem Forum für Gesellschaftlichen Zusammenhalt vergeben, erstmals am 12.10.2024 in Stuttgart in der Liederhalle. Er ist mit 5.000 € dotiert.

Bewerbungen bis 15. Mai 2024.


Eine unabhängige Jury ermittelt die Preisträger. In einem feierlichen Festakt wird der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha den NUSSBAUM Award und den Jugend-Award beim Forum für Gesellschaftlichen Zusammenhalt am 12. Oktober 2024 in Stuttgart überreichen. Minister Manne Lucha ist auch der Schirmherr der Veranstaltung. 

Vereine und Organisationen, die für den Award oder den Jugend-Award nominiert sind, haben die Möglichkeit, sich auf dem „Marktplatz des Engagements“ des Forums für Gesellschaftlichen Zusammenhalt zu präsentieren. Sie erhalten darüber hinaus eine kostenfreie Schulung in Organisationsentwicklung von der Schmid Stiftung.

Die Jury: Dr. Christine Dörner, Allianz für Beteiliung. Susanne Ebert, Schmid Stiftung. Heiko Kusche, Sozialministerium Baden-Württemberg. Klaus Nussbaum, Nussbaum Stiftung. Chrstoph Palm, Landesmusikverband Baden-Württemberg. Jürgen Scholz, Landessportverband Baden-Württemberg.

Warum NUSSBAUM Award?

Für den Verleger und Stifter Klaus Nussbaum gehört das Ehrenamt zu den unerlässlichen Bestandteilen des Zusammenlebens in unserer Demokratie. Um dieses Ehrenamt zu stärken und dazu beizutragen es sozusagen zukunftssicher zu machen, verleiht er ab 2024 alle zwei Jahre den NUSSBAUM Award.  

“Nichts würde in unserem Land funktionieren, hätten wir nicht die unermesslich große Zahl an Menschen, die sich für andere einsetzen und unser soziales Gefüge, unsere Bildung, Kultur, den Sport... schlichtweg alles wie ein großes Mosaik zusammenfügen und zusammenhalten.“

Klaus Nussbaum

Geschäftsführer der Nussbaum Stiftung

„Wir erhoffen uns Hinweise, wo wir die Menschen noch besser abholen können, um den Zusammenhalt und das Gemeinwesen zu stärken.“

Manne Lucha MdL

Minister für Soziales, Gesundheit und Integration
Schirmherr der Veranstaltung

Status quo des Ehrenamts

In keinem anderen Bundesland ist der Anteil der Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, so hoch wie in Baden-Württemberg. Nach dem Freiwilligensurvey (September 2021) liegt die sogenannte Engagement-Quote mit 46,1 Prozent deutlich über dem zweitplatzierten Schleswig-Holstein (42,6 Prozent) und rund 6 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt (39,7 Prozent).

Junge Menschen sind in den Vorständen, in den ehrenamtlichen Leitungsfunktionen und Gremien schwach bis gar nicht repräsentiert. Seit mehr als 20 Jahren wird die Frage der Überalterung im Ehrenamt beklagt, ansatzweise analysiert, doch nur selten mit Lösungsansätzen beantwortet.

Erklärungsansätze

Mareike Alscher, Soziologin (Wissenschaftszentrum Berlin, WZB)

In einer Studie (2019) über „Überalterung, Kostendruck und fehlendes Gemeinschaftsgefühl“:

„Die Werbung für Mitglieder als auch Engagierte findet sehr auf traditionellen Wegen stattfindet. Ein Mensch in der Leitungsfunktion fragt, hast du nicht Lust oder ein Mitglied sagt, ich bin da Mitglied, möchtest Du nicht auch? Das sind sicher Wege, mit denen bestimmte Erfolge zu erzielen sind. Man muss aber gleichzeitig im Blick haben, junge Leute vernetzen sich heute über das Internet. Die Organisationen allerdings nutzen soziale Netzwerke und Blogs bisher kaum, um auch jugendliche Interessierte anzusprechen. Außerdem bieten sie selten zeitweilige, projektbezogene Mitgliedschaften an.

Man kann darüber hinaussehen, dass, wenn man die Organisationen fragt, was beabsichtigen sie denn mit der Einbeziehung junger Menschen, dass viele Organisationen Wert darauf legen, das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen zu stärken, bestimmte Werte wie Solidarität zu vermitteln. Nur knapp ein Drittel sagt, dass wir Leitungs- und Führungskompetenz ausbilden bei den Ehrenamtlichen für die eigenen Organisationen.“

Deutsches Ehrenamt, Website

„Eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben ist sinnvoll und hilft. Darüber hinaus macht es auch jede Menge Spaß! Schließlich bietet das Ehrenamt einem jeden den Raum, sich mit seinen Fähigkeiten und Talenten auszuleben und im gleichen Zuge damit für die Mitmenschen einen Mehrwert zu schaffen. Für Viele ist es deshalb ein willkommener Ausgleich zum Job oder aber ein kleines Abenteuer und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Das ehrenamtliche Engagement bringt somit nicht nur eine Menge Dankbarkeit mit sich, sondern bietet auch die Gelegenheit, viel über sich selbst und seine Stärken zu erfahren und somit persönlich zu wachsen.“