Hüfingen: 2.500 Bäume, 20 Orchideenarten und ein Wald mit Zukunft

v.l.n.r.:. Peter Jahn (NUSSBAUM Stiftung), Patrick Haas (Bürgermeister Hüfingen), Ann-Catrin Sachs (Landesgeschäftsführerin SDW BW) und Andreas Wolf, Forstrevierleiter Hüfingen vor der Pflanzfläche am im Orchideenwald Hüfingen. Foto: SDW BW
Am 13. August 2026 übergab die NUSSBAUM Stiftung der Stadt Hüfingen symbolisch eine Spende von 2.500 Bäumen. Die jungen Bäume wurden bereits im Frühjahr gepflanzt und werden im Hüfinger Wald zum Wald der Zukunft heranwachsen – dank des Projekts „ZukunftsWald – 100.000 Bäume für Baden-Württemberg“ der NUSSBAUM Stiftung, das in enger Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW) und den kommunalen Forstverwaltungen durchgeführt wird. So finden jährlich rund 10.000 Bäume einen neuen Wirkungskreis.
Die gespendeten Bäume wurden auf drei verschiedenen Flächen im Stadtwald Hüfingen gepflanzt – zwei befinden sich im Distrikt Kohlwald bei Mundelfingen, der besonders schwer von Käfer und Sturm gezeichnet ist. „Wir versuchen den Wald sturm- und klimaresilient neu zu begründen. Da wir nicht wissen, welche Bäume in 50 oder 100 Jahren am besten wachsen werden, streuen wir das Risiko und pflanzen vielfältige Baumarten auf mehreren kleineren Flächen“, erklärt Andreas Wolf, Forstrevierleiter in Hüfingen.
Die dritte Fläche bei Hüfingen ist etwas Besonderes: Der Wald im Naturschutzgebiet Deggenreuschen-Rauschachen beheimatet ca. 20 Orchideenarten – manche davon so selten, dass sie sogar Besuch aus dem Ausland anziehen. „Leute aus Frankreich, Belgien, England rufen an und fragen, ob der Blattlose Widerbart blüht, um dann extra dafür anzureisen. Diese Orchideenart ist in den letzten Jahren immer seltener geworden. In diesem trockenen Jahr konnte ich keinen finden, hoffe aber, dass sich das nächstes Jahr wieder ändert“, so Andreas Wolf. Die neu gepflanzten Bäume tragen dazu bei, den Lebensraum der Orchideen auch in Zukunft zu erhalten, nachdem Sturm und Käfer den Fichten zu schaffen gemacht haben. Damit der Boden für die seltenen Pflanzen frei von Büschen bleibt, wird das Waldstück temporär mit Ziegen beweidet.
„Die Spende von 2.500 Bäumen ist ein unglaublich starkes Zeichen für den Natur- und Klimaschutz in unserer Region“, meint Patrick Haas, Bürgermeister der Stadt Hüfingen. Die Stadt Hüfingen freue sich sehr über die großzügige Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der NUSSBAUM Stiftung sowie der SDW BW. „Angesichts der Herausforderungen, vor denen unsere Wälder durch den Klimawandel stehen, ist jede Aufforstungsmaßnahme ein wichtiger Beitrag, um unsere Natur nachhaltig zu stärken. Jeder neu gepflanzte Baum ist eine Investition in die Zukunft – für widerstandsfähige Wälder, den Erhalt der Artenvielfalt, den Schutz unseres Klimas und eine lebenswerte Umwelt für kommende Generationen. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Engagement möglich machen und damit Verantwortung für unsere Heimat und ihre natürliche Lebensgrundlage übernehmen.“
Auch Peter Jahn von der NUSSBAUM Stiftung unterstreicht das gemeinsame Engagement für den zukunftsfähigen Wald: „Unser Wald ist einer der kostbarsten Schätze, die wir haben. Ihn zu schützen und Menschen für seinen Schutz zu begeistern, ist eine sehr wichtige Aufgabe, die sich NUSSBAUM Medien zum Ziel gesetzt hat. Die NUSSBAUM Stiftung leistet mit dem Projekt ZukunftsWald einen tatkräftigen Beitrag für den klimastabilen Umbau der Wälder in Baden-Württemberg, der durch die Zusammenarbeit mit der SDW BW und den lokalen Gemeinden und Forstämtern möglich gemacht wird.“
Die SDW BW ist für die Pflanzungen des Projekts ZukunftsWald regelmäßig auf der Suche nach geeigneten Flächen und diesbezüglich in engem Austausch mit den kommunalen Forstverwaltungen. So stellte die SDW BW auch in Hüfingen den Kontakt zwischen Stiftung, Gemeinde und Forstverwaltung her, erklärt Ann-Catrin Sachs, Landesgeschäftsführerin der SDW BW. Sie betont: „Seit Gründung der SDW sind Baumpflanzungen – neben der waldpädagogischen Arbeit – zentrales Element unserer Vereinsarbeit. Wir sind zentrale Vermittlungsstelle zwischen nachhaltig begeisterten Unternehmen und Stiftungen, die durch finanzielle Unterstützung Baumpflanzungen möglich machen, und Waldbewirtschaftern, die mit diesen Mitteln zum Erhalt oder der Herstellung von Waldflächen beitragen. Für die SDW ist daher daher jeder gepflanzte Baum eine Anknüpfung an eine unserer Gründungsideen und ein großer Erfolg.“