Bruchsal pflanzt ein Stück ZukunftsWald zum Jubiläum

Ökologie

v.l.n.r.: Manuel Mannuß (Revierleiter Stadtwald Bruchsal), Ann-Catrin Sachs (Landesgeschäftsführerin SDW BW), Clara Hecker (Nachhaltigkeitsteam NUSSBAUM Medien) und Andreas Glaser (Bürgermeister Stadt Bruchsal) auf der Fläche des ZukunftWaldes zum 1.050-jährigen Stadtjubiläum Bruchsals. Foto: SDW BW

Am 6. August 2026 übergab die NUSSBAUM Stiftung der Stadt Bruchsal symbolisch eine Spende von 1.050 Bäumen. Die jungen Bäume wurden bereits im Frühjahr gepflanzt und werden im Distrikt Remmerich zum Wald der Zukunft heranwachsen – dank des Projekts „ZukunftsWald – 100.000 Bäume für Baden-Württemberg“ der NUSSBAUM Stiftung, das in enger Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW) und den kommunalen Forstverwaltungen durchgeführt wird. So finden jährlich rund 10.000 Bäume einen neuen Wirkungskreis.

„Der Remmerich ist einer der höchsten Punkte des Stadtwaldes – die Wärmeeinstrahlung ist hier besonders groß. Durch Trockenheit und Borkenkäferbefall sind die Fichten vermehrt ausgefallen und der Bestand wurde geräumt. So entstand die Chance eine neue Kultur mit resilienteren und diverseren Baumarten zu begründen“, erklärt ManuelMannuß, Revierleiter des Stadtwald Bruchsal. Im Frühjahr 2026 wurden insgesamt 1.050 Bäume gepflanzt. Bei der Neubepflanzung setzten die Forstleute auf fünf verschiedene heimische aber auch fremdländische Baumarten. „So können wir in Zukunft beobachten, wie sich der Wald im Zeichen des Klimawandels entwickelt – und welche Baumarten besonders widerstandfähig sind“, schließt Manuel Mannuß ab. Auf der Fläche wachsen nun 400 Traubeneichen, 400 Zerreichen, 100 Elsbeeren, 100 Speierlinge und 50 Baumhaseln zu einem zukunftsfähigen Mischwald heran. 

„Wir freuen uns über die Spende und Vermittlung von 1.050 Bäumen, mit der wir in unserem Wald das 1.050-jährige Stadtjubiläum Bruchsals feiern“, sagt Andreas Glaser, Bürgermeister der Stadt Bruchsal. „Dieser ZukunftsWald wird den kommenden Generationen hoffentlich lange erhalten bleiben.“ Dafür setzen sich Stadt, Forstverwaltung und auch ein ansässiger Bauer gemeinsam ein: da auch dieser Sommer zu heiß und trocken ist, werden die Bäume wöchentlich gegossen. Dank dieser Maßnahme und dem Hordengatter, das die Pflanzen vor Wildverbiss schützt, halten sich Ausfälle in Grenzen und der Bruchsaler ZukunftsWald wächst gut an.

Clara Hecker vom Nachhaltigkeitsteam bei NUSSBAUM Medien unterstreicht das gemeinsame Engagement für den zukunftsfähigen Wald: „Unser Wald ist einer der kostbarsten Schätze, die wir haben. Ihn zu schützen und Menschen für seinen Schutz zu begeistern, ist eine sehr wichtige Aufgabe, die sich NUSSBAUM Medien zum Ziel gesetzt hat. Die NUSSBAUM Stiftung leistet mit dem Projekt ZukunftsWald einen tatkräftigen Beitrag für den klimastabilen Umbau der Wälder in Baden-Württemberg, der durch die Zusammenarbeit mit der SDW BW und den lokalen Gemeinden und Forstämtern möglich gemacht wird.“ 

Die SDW BW ist für die Pflanzungen des Projekts ZukunftsWald regelmäßig auf der Suche nach geeigneten Flächen und diesbezüglich in engem Austausch mit den kommunalen Forstverwaltungen. So stellte die SDW BW auch in Bruchsal den Kontakt zwischen Stiftung, Gemeinde und Forstverwaltung her, erklärt Ann-Catrin Sachs, Landesgeschäftsführerin der SDW BW. Sie betont: „Seit Gründung der SDW sind Baumpflanzungen – neben der waldpädagogischen Arbeit – zentrales Element unserer Vereinsarbeit. Wir bewirtschaften keine eigenen Waldflächen. Vielmehr sind wir zentrale Vermittlungsstelle zwischen nachhaltig begeisterten Unternehmen und Stiftungen, die durch finanzielle Unterstützung Baumpflanzungen möglich machen, und Waldbewirtschaftern, die mit diesen Mitteln zum Erhalt oder der Herstellung von Waldflächen beitragen. Für die SDW ist daher jeder gepflanzte Baum eine Anknüpfung an eine unserer Gründungsideen und ein großer Erfolg.“

Bruchsal2026