Neujahrskonzerte 2017

Neujahrskonzert in St. Leon-Rot

Seit vielen Jahren ist die Philharmonie Baden-Baden regelmäßig in den großen Konzertsälen Deutschlands und im Ausland zuhause, hat sich im Laufe der Zeit einen guten Namen sowie internationales Ansehen erspielt. Jetzt war das Orchester bereits zum dritten Mal eingeladen, um sein Können beim festlichen Neujahrskonzert der Nussbaum Stiftung zu präsentieren.

Über 450 Besucher waren in das Kulturzentrum Harres nach St. Leon-Rot gekommen, um sich die facettenreichen Darbietungen der 45 Musikerinnen und Musiker aus der weltweit bekannten Bäderstadt nicht entgehen zu lassen.

Der bestens harmonierende Klangkörper bot unter der Leitung ihrer leidenschaftlich agierenden Dirigentin Judith Kubitz (die ein Gespür für Details an den Tag legte) eine über zweieinhalbstündige Konzertreise, die am Ende mit Standing Ovations des begeisterten Publikums belohnt wurde.

Auf dem Programm standen neben bekannten Klassik-Hits von Johann Strauss oder Johann Sebastian Bach auch herrliche Polka- und Walzerklänge, die in festlicher Atmosphäre die enorme Leistungsfähigkeit des Orchesters offenbarte. Eines vorweg: Bis zum letzten Ton hielt der Spannungsbogen und bescherte allen Gästen, die eingangs von Klaus Nussbaum herzlich begrüßt wurden, in der ausverkauften Location einen unglaublichen, nachhaltigen Hörgenuss.

Mit der schönen „Pizzicato-Polka“ von Johann Strauss - 1869 in Pawlowsk bei St. Petersburg erstmals aufgeführt – begann der Konzertreigen und endete mit dem fulminanten Schlussakkord „An der schönen blauen Donau“, dem sogenannten „Donauwalzer“ und heimlichen Hymne Österreichs. Dazwischen Johann Sebastian Bach's Violinenkonzert in E-Dur mit den beiden erfrischend aufspielenden Solisten, Konzertmeister  Yasushi Ideue und dessen Tochter Huka. Stets im Mittelpunkt einer temperamentvollen Aufführung die herrlichen Melodien von „Walzerkönig“ Johann Strauss, eingangs mit der Ouvertüre “Karneval in Rom“, dem Stück „Wo die Zitronen blühen“ (auch als „Bella Italia“ bekannt, wobei sich die Schönheit der italienischen Landschaft widerspiegelte), der grandios intonierten „Kaiserstadt-Polka“ (s'gibt nur a Kaiserstadt – s'gibt nur a Wien“) sowie der schwebende Walzer „Wiener Blut“. Stets beeindruckend das harmonische Zusammenspiel, auch und gerade in den leisen Passagen, deren üppig fließende Melodien das Orchester klangschön und musikalisch durchgeformt präsentierte. Bestes Beispiel das eingestreute, mit stürmischem Applaus bedachte, „Navarra“ des spanischen Geigers und Komponisten Pablo de Sarasate. Auch der österreich-ungarische Ballettkomponist Ludwig Minkus (auch als Leon Minkus bekannt) kam zu Ehren und sein „Don Quijote“ wurde mit viel Gefühl und Emotion dargeboten.

Auf der Zielgeraden bot das Orchester wieder Johann Strauss pur und neben dem eingangs erwähnten „Donauwalzer“ war die finale, immer wieder frische „Tritsch-Tratsch“-Polka (auch „Schnellpolka“ genannt) so recht nach dem Geschmack des begeistert mitklatschenden Publikums, das sich den immer wieder gerne gehörten, rhythmisch zugespitzt und mit Pfiff dargebotenen, populären „Radetzky-Marsch“ als Zugabe redlich verdiente.

Abgerundet wurde das kurzweilige Neujahrskonzert durch die kompetente und spaßige Moderation von Arndt Joosten, der zu Beginn die Gästeschar aufgefordert hatte: „Öffnen sie ihre Herzen und Seelen für die Musik“. Da Chapo!

 

Hier finden Sie eine Fotogalerie des Konzerts >>

Einen weiteren Artikel zur Spendenübergabe der Nussbaum Stiftung im Rahmen des Neujahrskonzerts 2017 finden Sie über den unten stehenden Link.

Hans-Joachim Of/Foto: Hans-Joachim Of

 

Nussbaum Stiftung übergibt 12.000 Euro

Im Rahmen des festlichen Neujahrsauftakts mit der Philharmonie Baden-Baden im Kulturzentrum Harres St. Leon-Rot, konnte Verlagsleiter Klaus Nussbaum zusammen mit Katharina Wendler, der evangelischen Pfarrerin in St. Leon-Rot und Mitglied des Stiftungsrates, je einen symbolischen Spendenscheck von 6000 Euro an zwei Einrichtungen übergeben.

Jörg Huber, Pädagogischer Vorstand der Johannes Diakonie Mosbach, freute sich über die großzügige Zuwendung, die für ein Projekt namens “Schwung ins Leben“ - eine Rollstuhlschaukel - verwendet werden soll. Die Johannes-Diakonie ist ein sozialwirtschaftliches Unternehmen mit den Schwerpunkten Behindertenhilfe, Medizin und berufliche Bildung und beschäftigt über 2600 Mitarbeitende.

Die zweite Spende durfte Diplom-Sozialpädagogin Susanne Keppler, Jugendamtsleiterin im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, entgegen nehmen. In der genannten Region leben 350 Kinder in Pflegefamilien. Diese Kinder können aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern sein. Gerade für diese Kinder sei es wichtig, ein geborgenes Zuhause mit einem familiären Umfeld zu haben, wurde informiert. Mit dem Spendengeld soll es dem Jugendamt ermöglicht werden, Pflegekinder in besonderer Weise zu fördern und ein Sommerfest mit den Pflegefamilien auszurichten.

Hans-Joachim Of/Foto: Hans-Joachim Of