Neujahrskonzert vor ausverkauftem Haus

07.01.2014, St. Leon-Rot - Zu einem vollen Erfolg geworden ist das jüngste Neujahrskonzert der Nussbaum Stiftung im Tagungs- und Kulturzentrum Harres am vergangenen Samstag. Seit der ersten Veranstaltung dieser Art 2004 habe sie sich, so der Geschäftsführer der Nussbaum Stiftung, Klaus Nussbaum, eingangs vor ausverkauftem Hause, zu einer lieb gewonnenen Tradition entwickelt, was anschließend auch Bürgermeister Dr. Alexander Eger bestätigte.

Thematisch orientierte sich die Musikauswahl diesmal an Wien, wobei der dort kultivierte Walzer und Operettenklänge die Hauptrolle spielten. Zu hören waren Werke von Franz von Suppé (1819-1895), Joseph Haydn (1732-1809), Emil Nikolaus von Rezniček (1860-1945), Johann Strauß (1825-1899), Emmerich Kálmán (1882-1953) und Hans Christian Lumbye (1810-1874). Als Solisten waren Gunda Baumgärtner (Sopran), Lemuel Quento (Tenor) und Sven Schober (Trompete) zu hören, durch das Programm führte Dagmar Weber. Einige Tanzpaare aus den Reihen des TSC Rot Gold Sinsheim bereicherten zudem das von einer kurzen Pause unterbrochene Programm.

Nachdem sich die Zuhörer gestärkt hatten, überreichte Gastgeber Klaus Nussbaum je einen Spendenscheck an die SGK Rolling-Chocolate Heidelberg sowie den Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz.

Anschließend haben die stellvertretende SGK-Vorsitzende Marliese Heldner, der Gemeindienst-Verantwortliche vom Rotary Club, Alfred Linner, und der Governor vom Rotary Distrikt 1860, Prof. Dr. Dr. h. c. Klaus Willimczik, die Gelegenheit wahrgenommen, kurze Grußworte zu sprechen. Im Anschluss dominierten dann wieder Wiener Kompositionen, mit deren Klängen das Neujahrskonzert der Nussbaum Stiftung schließlich auch zu Ende ging.

Ein Video zum Konzertereignis finden Sie über den unten stehenden Link.

www.lokalmatador.de/go/neujahr1005

abc/Foto: abc

 

 

 

 

Neujahrskonzert der Nussbaum Stiftung erhält brandenden Applaus

Schöner hätte das neue Jahr nicht beginnen können

(ter). Die Nussbaum Stiftung hatte zum Neujahrskonzert in den Harres zu St. Leon-Rot eingeladen. Und wollte man das Pferd von hinten aufzäumen, müsste man an erster Stelle festhalten, dass den Konzertorganisatoren jede Menge Lob gebührt. Denn trotz des immensen Zulaufs in den ausverkauften Saal herrschte zu keinem Zeitpunkt Gedränge oder gar Geschiebe.

Zum Auftakt des Konzertes, das Dagmar Weber charmant moderierte, erklang der 4. Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Jupiter-Sinfonie“. Diese ersten Momente genügten vollauf für die Prognose, dass die Konzertgäste einen grandiosen Abend erleben werden. Denn das von Dirigent Günther Stegmüller ebenso dynamisch wie feinfühlend vorangetriebene Orchester offenbarte von Beginn seine ganze Strahlkraft, seine hohe Präzision und seine immense Ausdrucksstärke.

Dies galt ohne Abstriche auch für Friedrich Smetanas „Die Moldau“, die gar mächtig daherrollte. Zwischen Mozart und Smetana hatte Maria Graschtat überaus beeindruckend aufgezeigt, wie man mit gerade einmal 12 Lenzen ein von Johann Sebastian Bach komponiertes Violinsolo bravourös bewältigen kann.

Für jede Menge Heiterkeit sorgte anschließend die Arie der Olympia aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach mit der Sopranistin Vera Trifanova, die mit bester Artikulation und glockenheller Stimme bestach.

Dies traf auch auf ihr Duett mit dem exzellenten Tenor Osvaldo Navarro-Turres zu. Gemeinsam beantworteten sie die von Franz Lehár im „Land des Lächelns“ gestellte Frage „Wer hat uns die Liebe ins Herz gesenkt“ in Klang schönheit bis ins letzte Detail. Zuvor ergötzte sich das Publikum an einem Auszug aus Pietro Mascagnis „Cavalleria Rusticana“, danach an Leroy Andersons „Fiddle Faddle“, beides auf Topniveau interpretiert von den Philharmonikern.Nach der Pause eröffnete der unverwüstliche, weil so enorm köstliche und noch dazu von vier Paaren des Tanzforums Heddesheim vervollkommnete Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß den zweiten Teil des Programmreigens. Danach wuchs Vera Trifanova in der Blumen-Arie „Le fleur que tu m’avais“ aus George Bizets „Carmen“ einmal mehr über sich hinaus.

Nach der vom Orchester wahrlich flott, aber keineswegs fahrig bewältigten „Auf Ferienreise“-Schnellpolka von Josef Strauss erwiesen sich die Sopranistin und der Tenor ein weiteres Mal als echter Glücksgriff. Nämlich zum einen als in allen Belangen begeisternde Interpretin der Arie der Lauretta „Oh, mio babbino caro“ aus Giacomo Puccinis „Gianni Schicchi“, zum anderen als nicht minder hinreißender Interpret der Arie des Kalaf „Nessun dorma“ aus „Turandot“, gleichfalls aus der Feder Puccinis. Auf die beschwingte, das Publikum miteinbeziehende „Ohne Sorgen“-Polka von Josef Strauss ließen Vera Trifanova und Osvaldo Navarro-Turres dann noch das seelenvoll gesungene Duett „Lippen schweigen“ aus Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ folgen.

Eher nicht belustigt, sondern vielmehr ein bisschen traurig, mussten die Zuhörenden und -schauenden kurz darauf vernehmen, dass mit „Conga del Fuego Nuevo“ von Arturo Márquez das Konzertfinale erreicht ist.

„Finale? Von wegen!“, dachte man sich wohl in den vollbesetzten Stuhlreihen und erklatschte sich eine Zugabe, das Champagner-Lied „Im Feuerstrom der Reben“ aus Johann Strauß’ „Die Fledermaus”. Und dann folgte noch der Radetzky-Marsch von Johann Strauss (Vater).

Klaus Nussbaum vom Stiftungskuratorium der Nussbaum Stiftung übergab an den Ortsverband Wiesloch des Deutschen Kinderschutzbundes eine Spende in Höhe von 6.000 Euro.