SAP-Benefizkonzert mit anhaltendem Applaus gewürdigt

15.500 Euro für das Hospiz Agape

Über 15.500 Euro für das Wieslocher Hospiz Agape kamen beim großen Benefizkonzert mit dem SAP Sinfonieorchester durch Spenden, Sponsorengelder und verkaufte Karten zusammen.

Vor genau vier Jahren, am 20. Juli 2008 lud der „Förderverein Hospiz Agape e.V.“ zu seinem ersten Benefizkonzert in die Walldorfer Astoria-Halle ein. Damals spielte das SAP Sinfonieorchester unter Leitung von Johanna Weitkamp Werke von Leopold Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Antonin Dvorak.

Seither wurden jährlich zwei dieser Benefizkonzerte in der Astorstadt veranstaltet und da das SAP-Orchester seine eigenen Unkosten trägt, die Stadt Walldorf die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und der Förderverein für Bestuhlung und alles Weitere sorgt, konnten alle Einnahmen - Spenden statt Eintrittsgeld - dem Hospiz Agape für dessen segensreiche Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Für den bisherigen Vorsitzenden Dr. Gerd Grossmann waren diese Konzerte „eine gute Gelegenheit, die Hospiz-Idee unter die Leute zu bringen".

Jetzt, im Jahr 2012 trat ein Wechsel ein. Auf Dr. Großmann folgte sein bisheriger Stellvertreter Hans Klemm als Vorsitzender, und von jährlich zwei Konzerten in Walldorf blieb eins in der Astorstadt, das andere soll in jeweils einer anderen Ort des Gemeindesprengels stattfinden. Den Anfang machte nun St. Leon-Rot, wohin Bürgermeister Dr. Alexander Eger, Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, sowie Vertreter der neun im Förderverein engagierten Gemeinden zusammen mit Klaus Nussbaum im Namen der Nussbaum-Stiftung eingeladen hatten.

Und alle, alle kamen.
Im gut besuchten Harres erlebte das Publikum wie gewohnt ein Konzert der Sonderklasse. Doch bevor Johanna Weitkamp den Dirigentenstab schwingen konnte, begrüßte Hans Klemm die Gäste und „die hervorragenden Musiker des SAP Sinfonieorchesters. Seit 2008 ist das Orchester ein zuverlässiger Partner unseres Fördervereins und spielen zweimal im Jahr für die guter Sache.“ Unterstützt würden die Konzerte auch durch die Nussbaum Stiftung und den Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz, beide vertreten durch Klaus Nussbaum, der das „Hospiz als wichtiges Geschenk für unsere Region“ bezeichnete, in dem „der letzte Lebensabschnitt würdig gestaltet“ wird.

Nach Klemms Hinweis, „vergesse Sie bitte nicht, nach dem Konzert Ihr Handy wieder einzuschalten“, präsentierten die SAP-Musiker die Ouvertüre zur Oper „Fra Diavolo“ von Daniel Francois Esprit Auber, dem Hauptvertreter der französischen komischen Oper.
Das 2. Klavierkonzert c-Moll (Opus 18) gehört zu den Frühwerken von Sergej Rachmaninow und wurde 1901 in Moskau unaufgeführt. Das Werk besteht aus den Sätzen Moderato, Adagio sostenuto und Allegro scherzando. Der dritte Satz beginnt mit einem Dialog zwischen Orchester und Klavier, das sich in virtuosen Läufen präsentiert und hohe Ansprüche an den Pianisten stellt. Und diesen Ansprüchen wurde James Kalani Lee mehr als gerecht. In Hawaii geboren widmete er sich bereits im Altern von sieben Jahren seiner Musik, wurde in Kanada musikalisch und im amerikanischen Cambridge beruflich (Master of Business Administration) ausgebildet und hatte sein Deutschland-Debüt 2009 mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 12 beim SAP-Benefizkonzert in Walldorfs Astoriahalle. Für seinen anhaltenden Applaus im Harren bedankte sich mit der Carmen Fantasie von Vladimir Horowitz, einem äußerst virtuosen Stück, das von Pianisten gerne als Zugabe gespielt wird, und mit weiteren Beifallsstürmen honoriert wurde.

Nach der Pause stand Antonin Dvorak im Mittelpunkt der an Aschenputtel erinnernden Geschichte steht das Mädchen Dornicka. Der König trifft auf die junge Spinnerin im Wald, verliebt sich und will sie heiraten, doch wird sie von ihrer Stiefmutter umgebracht, die ihre leibliche Schwester zur Braut des Königs machen will und Dornicka in den Wald legt. Dort wird Dornicka von einem alten Zauberer wieder zum Leben erweckt. Als der König aus einem Krieg zurückkehrt, erfährt er vom sprechenden Spinnrad von den Ereignissen und bestraft die Stiefmutter und deren Tochter mit dem Tode; er und Dornicka heiraten.

Märchenhafter „Abendsegen“
Um ein Märchen ging es auch beim „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Im zweiten Akt der 1893 uraufgeführten Oper finden wir Hänsel und Gretel im Wald. Sie haben ihren Korb mit Beeren gefüllt. Der Ruf des Kuckucks ertönt. Diesen nachahmend, haben Hänsel und Gretel die Beeren rasch selber aufgegessen. Es ist zu dunkel geworden, um neue zu suchen und auch den Heimweg können sie nicht mehr finden. Der bisher so vertraute Wald wirkt nun fremd und unheimlich; Irrlichter flackern umher und Nebelschwaden ziehen auf. Beide, und das sind die 15-jährige Luisa Burger und ihr 13-jähriger Bruder Dominik, fürchten sich. Da erscheint das Sandmännchen und beruhigt sie. Bevor sich Dominik und Luisa niederlegen, beten sie ihren „Abendsegen“ und schlafen ein. Vierzehn Engel steigen herab, um den Schlaf der Geschwister, die seit einigen Jahren im Kinderchor „Holy Crossies“ in Angelbachtal singen, zu bewachen.

Zum Abschluss des mehr als zweistündigen Konzerts stand noch einmal Antonin Dvorak auf dem Programm, diesmal mit der Ouvertüre zu „Carnival“. Die Ouvertüre sprudelt vor Energie und Ausgelassenheit. Wie bei so mancher Musik von Dvorak wimmelt es von Tanz-Rhythmen und Folk-Musik, und alles vor dem Hintergrund seiner böhmischen Heimat.

Aus Böhmen stammt auch Bedrich Smetana (1824-1884), mit dessen „Dance der Comedians“ Johanna Weitkamp und ihr Sinfonieorchester den anhaltenden Applaus für dieses wieder außergewöhnliche Benefizkonzert zugunsten des Hospiz Agape belohnten.

Besonders freuen konnte sich auch Anton Kremer. Er ist für die Finanzen des Fördervereins Hospiz Agape zuständig und konnte an diesem Abend wieder einige Spenden entgegennehmen, so dass letztendlich 15.532,40 Euro für das Hospiz zusammenkamen.

 

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Benefizkonzert mit dem SAP Sinfonieorchester am 22. Juli 2012

im Harres St. Leon-Rot, Beginn 20 Uhr

Um die Arbeit des Hospiz Agape in Wiesloch zu unterstützen, findet am Samstag, 22. Juli, um 20 Uhr im Tagungs- und Kulturzentrum Harres in St. Leon-Rot ein Benefizkonzert statt.

Das SAP Sinfonieorchester unter der Leitung von Johanna Weitkamp, dessen Konzerte als Benefizveranstaltungen regionalen und überregionalen gemeinnützigen Projekten und Organisationen zugute kommen, hat sich bereit erklärt, für den guten Zweck zu musizieren.

Der Erlös des Konzertabends erhält das Hospiz Agape in Wiesloch. Hier werden Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie deren Angehörige betreut. Schwerkranke und sterbende Menschen erhalten im Hospiz Agape eine qualifizierte Pflege und individuelle Begleitung auf ihrem letzten Weg.

Weitere Unterstützer des Konzertabends sind die Nussbaum Stiftung und der Rotary Club Schwetzingen-Kupfalz.

Der Konzertabend beginnt mit der Ouvertüre zur Oper „Fra Diavolo“ von Daniel-Francois-Esprit Auber. Darauf folgt das 2. Klavierkonzert c-Moll op. 18 von Sergej Rachmaninow mit den drei Sätzen Moderato, Adagio sostenuto und Allegro scherzando. Als Solist konnte hierfür James Kalani Lee (Hawaii) gewonnen werden. Nach einer Pause eröffnet die sinfonische Dichtung „Das goldene Spinnrad“  op. 109 von Antonín Dvorák. Den „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ (Engelbert Humperdinck) tragen die Geschwister Luisa und Dominik Burger aus Angelbachtal vor. Die Ouvertüre „Carnival“ op. 92 von Antonín Dvorák beschließt den Konzertabend im Harres.


Der Eintritt in den Harres-Feststaal ist frei. Es wird jedoch um eine Spende für das Hopiz Agape gebeten.

Die Platzkarten für die Galerie können zum Preis von 25 und 30 Euro erworben. Der Eintritt beinhaltet ein Pausengetränk und einen Snack im Badener Saal.

Vorverkauf:
Harres Tagungs- und Kulturzentrum (Frau Deutsch, Tel. 06227-86390)

 

Können Sie zu dem Konzert nicht kommen? Gerne können Sie auch über die Spendenhotline der Nussbaum Stiftung für das Hospiz Agape spenden.

Rufen Sie einfach an:  

09001 22 55 44 01. Sie können dann wählen, ob Sie 5 € oder 10 € spenden.